Freitagabend, Flutlichtschein,
Dortmund lädt die Mainzer ein.
Unser Tempel, der ist groß,
für Gegner meist ein Schicksalslos.
Die Schwatzgelben, stolz und laut,
haben reichlich Punkte aufgebaut.
Die Südtribüne singt im Chor,
„Auf geht’s Dortmund schießt ein Tor.“
Die Abwehr wankt, die Knochen krachen,
wir hören von Sprüngen, Zerrung und ganz wilde Sachen.
Oh Schlotterbeck, du treuer Mann,
doch diesmal sitzt du leider dann
auf der Tribüne, nicht im Spiel,
weil die fünfte Gelbe fiel!
Jetzt fehlt der Fels in unserer Kette,
Mainz freut sich leise- jede Wette!
Doch Mainz kommt auch nicht nur zum Schunkeln,
die wollen uns den Abend verdunkeln!
Sie rennen, kämpfen, beißen sich fest,
und machen Karneval zum Fußballfest.
Die Nullfünfer, frech und keck,
werden oft zum Favoritenschreck.
Doch wenn der BVB erst rollt,
wird selbst der mutigste Mainzer klein und schmollt.
Aktuell: Ja, schön ist anders, Hand aufs Herz,
kein Zauberfußball und statt Freude Schmerz.
Viel Laufen, Grätschen, Kampf und Arbeit,
ästhetisch? Naja, sagen wir: „Schwerstarbeit“.
Doch fragt am Ende irgendwer:
„War’s hübsch?“ – Nee! „Sind drei Punkte!“ – Danke sehr!
Und gewinnt der BVB heut’ Nacht,
wird oben plötzlich nachgedacht!