Das Ende der Youth-League-Reise für die U19 des BVB Wenn der Ball einfach nicht rein will: Bitteres Ende in der Youth League
Trotz guter Phasen und zahlreicher Chancen bleibt die U19 der Borussia in Alkmaar ohne Treffer. Ein überragender Torhüter und eiskalte Gastgeber besiegeln das bittere Aus in der Youth League.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt traf die U19 der Borussia im ersten Pflichtspiel des Jahres 2026 auf den Sieger der Saison 22/23 aus Alkmaar. Schon beim Gang auf den Platz wurde die Wichtigkeit des Spiels unterstrichen – insbesondere für Alkmaar, dessen Fans auf einem Hügel in der Nähe mehrere Bengalen sowie einen Haufen Raketen in die Luft zündeten.
Trainer Felix Hirschnagl setzte im Vergleich zum letzten Youth-League-Spiel gegen Bodø/Glimt auf die wiedergenesenen Enzo Duarte und Tim Degener, ebenfalls fand Ousmane Diallo den Weg zurück in die U19. Nicht mit dabei waren unter anderem die beiden primären U23-Spieler Jonas Feddersen und Nick Cerny.
Früher Rückschlag, gute Reaktion
Früh im Spiel ging es temporeich zur Sache. Zwar versprang Niklas König der Ball bei der Ballannahme, doch der Ball landete über Umwege bei Mathis Albert, dessen Hereingabe an Freund, Feind und auch knapp am Tor vorbeiging.
Danach rappelte es das erste Mal im Tor von Aaron Held. Reggiani verlor den Ball, und Alkmaar-Stürmer Bendegúz Kovács konnte frei auf den Keeper zulaufen, sich die Ecke aussuchen und behielt die Nerven (7.).
Im Gegenzug hätte es beinahe auf der Gegenseite geklingelt, aber König konnte die Hereingabe von Samu Inacio nicht verwerten.
Die nächsten Minuten wurden primär zwischen den beiden Strafräumen verbracht. Alkmaar verteidigte kompakt in ihrem 4-4-2-Block und ließ nur sehr wenig zu. Viel ging bei Borussia Dortmund über die linke Seite mit einem sehr aktiven Mathis Albert, dessen Aktionen aber leider sowohl kurz vor als auch beim Abschluss nicht von Erfolg gekrönt waren.
Alkmaar beschränkte sich in der ersten Halbzeit größtenteils aufs Verteidigen, die einzigen Halbchancen entschärften Romeo Ritter und Ousmane Diallo mit einem sehr schönen Sprint nach hinten.
Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte Taycan Etcibasi. Ein Freistoß aus halblinker Position wäre perfekt im Kreuzeck eingeschlagen, aber Alkmaar-Torhüter Jur Schipper erwies sich nicht zum ersten Mal im Spiel als unüberwindbares Hindernis. Auch die darauffolgende Ecke fand nicht den Weg ins Tor, weil Schipper im Weg stand.
Chancen da – Treffer bleiben aus
Nach der Pause gab es fast eine Kopie des Spiels der ersten Halbzeit. Borussia kam nicht schlecht aus der Kabine, das Tor machte aber AZ. Nach einem Ballverlust von Niklas König wurde Luca Reggiani getunnelt und der Ball scharf in die Mitte gebracht, wo wieder Kovács an der richtigen Stelle stand und nur den Fuß hinzuhalten brauchte (50.).
Dortmund machte auf, hatte mit einem Distanzschuss von Romeo Ritter (67.), einem Lattenkracher von Tim Degener (78.) und einer schönen Aktion des eingewechselten Justin Hoy (79.) weitere Hochkaräter, konnte aber keine der Chancen im Tor unterbringen.
Und wie heißt es so schön: „Wenn man sie vorne nicht macht …“
Nach einem langen Abstoß verlängerte Hessel de Wit den Ball eher unfreiwillig, dieser landete aber bei Wassim Bouziane, der zehn Minuten vorher noch kläglich das 3:0 vergeben hatte, sich diese Chance aber nicht entgehen ließ (84.).
Es wirkte wie einer dieser Tage, an denen man sich auf den Kopf hätte stellen können und der Ball wäre trotzdem nicht über die Linie gefallen. Alkmaar verteidigte das Ganze souverän runter und hatte weiterhin einen überragenden Schlussmann zwischen den Pfosten. Kurz vor Schluss fiel dann auch noch das 4:0 und einmal mehr war es der überragende Bendegúz Kovács, der den Schlusspunkt markierte. Das Ergebnis spiegelt nur sehr bedingt das Kräfteverhältnis auf dem Platz wider. Während Alkmaar sich den Sieg inbesondere durch ein starke zweite Halbzeit verdient hat, muss sich der BVB in erster Linie vorwerfen, dass man mit den herausgespielten Möglichkeiten viel zu ineffizient umgegangen ist.
Bitteres Ende einer starken internationalen Reise
Kurz vor Schluss fiel dann auch noch das 4:0 und einmal mehr war es der überragende Bendegúz Kovács, der den Schlusspunkt markierte. Das Ergebnis spiegelt nur sehr bedingt das Kräfteverhältnis auf dem Platz wider. Während Alkmaar sich den Sieg inbesondere durch ein starke zweite Halbzeit verdient hat, muss sich der BVB in erster Linie vorwerfen, dass man mit den herausgespielten Möglichkeiten viel zu ineffizient umgegangen ist.
Damit endet die internationale Reise der U19, zumindest in der Youth League. Mit einer derart jungen Truppe darf aber nicht zu kurz kommen, was für tolle Leistungen diese Mannschaft im vergangenen Jahr gezeigt hat. Gegen größtenteils deutlich ältere Mannschaften gewann man unter anderem auswärts in Turin, Kopenhagen und Manchester. Dabei zeigte man stets ansprechenden Ballbesitzfußball und hatte keinerlei Hemmungen, jedem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen.
In der Liga beginnt der Alltag kommenden Sonntag mit einem Spiel gegen Holstein Kiel in Brackel. Dort wird man eine vermutlich leicht veränderte Elf im Vergleich zur Hinrunde sehen, die ohne ihre beiden Topstars Albert und Inacio (beide in die U23 befördert) versuchen wird, einen Weg zu finden, das Maximale aus dieser Saison herauszuholen.
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