Der BVB gegen die HSG Bensheim-Auerbach Der BVB im Pokalhimmel
Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte gewannen die Handballdamen des BVB den DHB-Pokal. In einem spannenden Finale beim Final4 in Stuttgart schlugen sie die HSG Bensheim-Auerbach mit 30:25 und sicherten sich damit den ersten Titel der laufenden Saison.
Nach einem überzeugenden Sieg im Halbfinale gegen die HSG Blomberg-Lippe trafen im Finale des DHB-Pokals erstmals der BVB und die HSG Bensheim-Auerbach aufeinander. Für den BVB war es die fünfte Finalteilnahme. Den bisher einzigen Pokalsieg feierte die Borussia im Jahr 1997, als die Handballerinnen unter der Leitung von Gustl Wilke mit 24:22 gegen den TV Lützelinden gewannen.
Nun stand Henk Groener, der den Verein am Ende dieser Saison verlassen wird, an der Seitenlinie. Er bezeichnete die Gegnerinnen als emotional starke Truppe. Ihm war bewusst, dass sie alles geben mussten, dennoch strahlte er eine gewisse Zuversicht aus. Es wäre der erste Titel während seiner Amtszeit. An dem zahlreich mitgereisten Anhang unter den 4000 Zuschauern in der Porsche Arena sollte es nicht liegen, die Fans unterstützten das Team bis zur letzten Minute. Unter den Anwesenden war auch der neugewählte Präsident Hans-Joachim Watzke. Auf Seiten der Flames wollte Stefan Kretschmar seiner Tochter Lucie-Marie die Daumen drücken. Es sollte ohne Nutzen bleiben.
Zu Beginn des Spiels war die Nervosität auf beiden Seiten deutlich zu spüren. Man merkte den Spielerinnen an, dass es „Das Battle der Besten“ war. Henk Groener begann mit derselben Startaufstellung wie im Halbfinale gegen die HSG Blomberg-Lippe. Nach zwei Minuten brachte Guro Nestaker den BVB mit 1:0 in Führung. Alina Grijseels erhöhte in der 7. Minute per Siebenmeter auf 2:0, doch Lucie Marie Kretschmar warf in derselben Minute den Anschlusstreffer zum 2:1.
In einer Phase, in der Sarah Wachter bis zur 15. Minute mit fünf Paraden glänzte, konnten sich die Borussinnen aufgrund mehrerer Fehlwürfe dennoch nicht entscheidend absetzen. So stand es in der 17. Minute 7:5 für den BVB, woraufhin die Trainerin der „Flames“, Ilka Fickinger, das erste Team-Timeout nahm. In der Folgezeit brachte sie die taktische Variante mit sieben Feldspielerinnen. Dennoch zogen unsere Spielerinnen durch ein Tor von Alina Grijseels in der 20. Minute mit 10:5 davon. Beim Stand von 13:10 in der 26. Minute nahm Henk Groener dann das erste Team-Timeout. Erneut war es Alina Grijseels, die mit einem Siebenmeter den 15:11-Halbzeitstand herstellte. Dies war zunächst beruhigend, aber der Drops war noch lange nicht gelutscht.
Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte unser Trainer die Vizeweltmeisterin Lisa Antl ins Spiel, die sich am Kreis einordnete. Es blieb ein enges Spiel, dennoch konnte der BVB die 4-Tore-Führung bis zur 40. Minute halten. Alina Grijseels und Guro Nestaker sorgten dafür, dass der Abstand gleich blieb. Nach 44 Minuten stand es aufgrund einiger Unkonzentriertheiten plötzlich nur noch 19:18 für den BVB. Das Spiel drohte zu kippen. Spielentscheidend war die 45. Minute, in der Meike Schmelzer von den Flames die rote Karte erhielt. Sie hatte Alina Grijseels beim Wurf in den Arm gegriffen. In der Folgezeit gelang es den schwarz-gelben Handballfrauen, sich mit 23:18 abzusetzen. Immer wieder war es Alieke van Maurik, die das Ergebnis mit drei Treffern innerhalb von fünf Minuten absicherte. Sie erzielte auch den letzten Treffer in der 59. Minute zum 30:24, am Ende stand es 30:25 für den BVB. Der Pokaltriumph war perfekt!
Alle waren sich einig, dass das bessere Team über die gesamten 60 Minuten gewonnen hatte. Vor der Siegerehrung wurde Guro Nestaker zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Im Finale gelangen ihr sieben Treffer. Alina Grijseels und Alieke van Maurik waren jeweils sechsmal erfolgreich. Die Außen Lara Egeling und Kelly Vollebregt waren nicht so torhungrig wie im Halbfinale. Zusammen erzielten sie fünf Treffer. Dies zeigt die Stärke und Geschlossenheit des gesamten Kaders, die letztendlich für den Pokalerfolg verantwortlich war. Ab der 61. Minute war dann nur noch Feiern mit den Fans angesagt. Mitgefeiert hat sicherlich auch unser Trainer Henk Groener, der dem BVB nach langer Abstinenz noch einmal einen Titel schenken konnte. Vielleicht gelingt ihm ja noch das Double, seine Mannschaft wird dafür sicher alles geben.
Wir gratulieren den Handballerinnen des BVB zum Pokalsieg 2026!
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