Handball

BVB gegen Buxtehude Buxtehude liegt bei Hamburg – schnell abhaken!

12.02.2026, 07:30 Uhr von:  DocKay    
Immer wieder kam die Kreisläuferin von Buxtehude am Kreis frei zum Wurf.
© BVB/Stummbillig

Diese Aussage ist unter Insidern umstritten. Fakt ist, dass die Handballfrauen des Buxtehuder SV mit drei Punkten aus den letzten beiden Spielen die Wende geschafft haben. Konnte unser BVB diesen „Run” stoppen?

Unsere Handballfrauen sind in der Liga derzeit sehr erfolgreich. In der EHF Champions League mussten sie allerdings zuletzt im ungarischen Debrecen eine Niederlage hinnehmen. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit unterlag man dem DVSC Schaeffler mit 23:29 und verpasste damit die vorzeitige Qualifikation für die Play-offs. Es galt, zum Tagesgeschäft zurückzukehren. Die Gäste vom Buxtehuder SV hatten Erfolgserlebnisse im Gepäck. Nach dem Unentschieden gegen FRISCH AUF Göppingen gewannen die Spielerinnen aus der Hansestadt das Nordderby gegen den VfL Oldenburg mit 35:31 – es war ihr erster Saisonsieg nach 14 sieglosen Partien. Das Hinspiel gewannen unsere Borussinnen mit 34:29, überragend waren damals Alina Grijseels und die Ex-Buxtehuderin Lisa Antl. Auf dem Papier sollte es eigentlich eine klare Sache sein, aber in der Halle war man der Verzweiflung nahe.

Lisa Antl hat sich am Kreis frei gespielt.
Lisa Antl kämpfte am Kreis und traf dabei zwei Mal ins Netz.
© BVB/Stummbillig

Die erste Hälfte

Schon die ersten Minuten zeigten, dass es kein Spaziergang werden würde. Nach dem Anwurf der Hansestädterinnen und einem von Sarah Wachter gehaltenen Siebenmeter brachte Lara Egeling den BVB in der dritten Minute mit 1:0 in Führung. Bis zur 8. Minute konnte man schnell einen 3-Tore-Vorsprung herauswerfen. Doch der Spielverlauf sollte täuschen. Während die Spielerinnen aus Buxtehude ihr Leistungsvermögen abrufen konnten, ließ unsere Sieben so ziemlich alles vermissen, was sie bisher in der Liga auszeichnete. Innerhalb von zwei Minuten glichen die Gäste aus und es wurde nicht besser. Den Gegnerinnen gelang kaum ein Tor aus dem Rückraum, aber am Kreis spazierten sie ungehindert durch unsere Abwehrreihe. 

Deborah Lassource kann unbedrängt am Kreis werfen.
Deborah Lassource war mit acht Treffern erfolgreichste Werferin
© BVB/Stummbillig

Warum man hier vonseiten der Borussinnen kein Rezept fand, war für die Zuschauer nicht nachvollziehbar und sorgte wiederholt für Unmut. Nach achtzehn Minuten gelang dem Buxtehuder SV als logische Folge die erste Führung mit 10:9, bis dahin hatten Déborah Lassource und Emma Olsson den BVB im Spiel gehalten. Es dauerte bis zur 25. Minute, dann gelang unserem Team durch Lassource und Lisa Antl erneut eine 2-Tore-Führung, die bis zur Pause bestand hatte. Die Gegnerinnen glänzten in dieser Phase mit noch mehr Fehlwürfen als unsere Mannschaft. So ging es mit einem 17:15 in die Kabine. Eigentlich konnte es in den zweiten 30 Minuten nur besser werden – diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. 

Die zweite Hälfte

Dana Bleckmann beim Sprungwurf
Dana Bleckmann stemmte sich in der Schlussphase gegen die Niederlage
© BVB/Stummbillig

Henk Groener begann mit Melinda Szikora im Tor und setzte auf den gleichen Rückraum wie zuvor mit Alina Grijseels, Dana Bleckmann und Alieke van Maurik. Die Außenpositionen wurden mit Maraike Kusian und Guro Husebo neu besetzt. Am Kreis spielte nun Lisa Antl. Die Umstellung von Trainer Henk Groener konnte jedoch keinen neuen Schwung ins Spiel bringen. Es entwickelte sich ein Spiel, das man durchaus als das schlechteste Heimspiel dieser Saison bezeichnen konnte. Es war keine Werbung für den Handball. Die Gegnerinnen verzichteten weiterhin auf den Rückraum, während wir immer wieder die Kreisläuferinnen zu leichten Torwürfen einluden. Trotz all dieser Hindernisse gelang es uns, eine 26:23-Führung in der 42. Minute herauszuspielen. Danach kippte der Spielverlauf. Zu viele Fehlwürfe und eine katastrophale Abwehrleistung führten in der 47. Minute zur Führung des Buxtehuder SV.

Trainer und Spielerinnen zeigen nach dem Unentschieden die Faust.
Beim Buxtehuder SV jubelte man über den Punktgewinn
© BVB/Stummbillig

Und bei dieser Führung sollte es bis kurz vor Spielende bleiben. Dana Bleckmann zeigte in der Schlussphase mit drei Toren ihre Willenskraft. Kaja Kamp war es schließlich vorbehalten, in der letzten Minute den Ausgleich zum 33:33 zu erzielen. Durch eine Unachtsamkeit der Gegnerinnen wäre kurz vor Schluss fast noch der Siegtreffer durch Alina Grijseels gefallen. Es sollte jedoch nicht sein, und verdient wäre es ohnehin nicht gewesen. So feierten die Spielerinnen aus Buxtehude am Ende das Unentschieden wie einen Sieg. Die Leistung unserer Mannschaft warf am Ende viele Fragen auf, die Zuschauer*innen blieben auf jeden Fall ratlos zurück. 

Ausblick

Bereits am kommenden Sonntag geht es für unsere Handballerinnen weiter. Dann treffen sie auf internationalem Parkett auf die Spitzenmannschaft Metz Handball. Der aktuelle Zweitplatzierte der Gruppe A ist ein schwer zu knackender Gegner. Gelingt dem Team von Trainer Henk Groener eine Überraschung, wäre dies gleichbedeutend mit dem Einzug in die Play-offs. Anwurf ist um 14 Uhr in der WESTPRESS arena in Hamm. Das nächste Heimspiel in der HBF findet am 27.02. gegen die Sport-Union Neckarsulm in der Sporthalle Wellinghofen statt.

 

Unterstütze uns mit steady

Weitere Artikel