Handball

Die HSG Bensheim Auerbach zu Gast in Wellinghofen „It`s crunch time“ BVB

26.04.2026, 08:09 Uhr von:  DocKay    
Nach dem Sieg stellt sich die Mannschaft zum Gruppenfoto auf.
© BVB/Stummbillig

Für die Handballerinnen des BVB beginnt nun die entscheidende Phase der Saison. Im ersten Play-off-Spiel des Halbfinales empfing unser Team die „FLAMES” der HSG Bensheim/Auerbach. Ein Sieg war Pflicht auf dem Weg zur Meisterschaft.

Es ist noch gar nicht so lange her. Vor sechs Wochen trafen die beiden Mannschaften im Endspiel des Final4 in Stuttgart aufeinander. Damals behielten unsere Handballfrauen mit 30:25 die Oberhand und holten zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den DHB-Pokal. Zwar gewann man das letzte Heimspiel in der Halle Wellinghofen deutlich mit 31:23, doch die Niederlage bei den Flames im Liga-Hinspiel, das die Bensheimerinnen mit 38:32 gewannen, zeigte, dass das jetzige Spiel kein Selbstläufer werden sollte.

Nicht zur Verfügung standen unserem Trainer Henk Groener Sarah Wachter, Lois Abbingh, Lena Hausherr und Lara Müller. Sarah hätte ihr Team gerne unterstützt, doch ihre aktuelle Verletzung ließ einen Einsatz noch nicht zu. Im Training machten ihre Torhüterkolleginnen Melinda Szikora und Teodora Roncevic einen sehr guten Eindruck. Mit Spannung erwartet wurde auch Mareike Thomaier, die in der kommenden Saison das Trikot des BVB tragen wird und derzeit als Rückraumspielerin für die HSG Bensheim/Auerbach spielt.

Hälfte eins

Henk Groener schickte zunächst Melinda Szikora ins Tor. Im Rückraum begannen Alieke van Maurik, Alina Grijseels und Guro Nestaker. Auf den Außenpositionen begannen Lara Egeling und Kelly Vollebregt. Am Kreis startete Kaja Kamp, die in der Abwehr von Emma Olsson ersetzt wurde. Zu Beginn dominierten die Abwehrreihen, sodass es für die angreifende Mannschaft wiederholt zum Zeitspiel kam. In der 12. Minute glich Kaja Kamp zum 5:5 aus. Bis dahin lief man immer einem Rückstand hinterher. 

Erfolgreiche Sperre am Kreis durch Emma Olsson und Guro Nestaker trifft.
Guro Nestaker steuerte vier Treffer zum Sieg bei.

Das sollte zunächst auch so bleiben, da sowohl Déborah Lassource als auch Alina Grijseels mit ihrem jeweiligen Siebenmeterwurf an Vanessa Fehr scheiterten. In der 21. Minute glich Guro Nestaker zum 10:10 aus. Immer wieder gingen die Gäste mit einem Tor in Führung. In dieser Phase hielten Dana Bleckmann und Emma Olsson mit jeweils zwei Toren das Team im Spiel. Zwischen den Pfosten stand inzwischen Teodora Roncevic. Mit einem Doppelpack von Guro Husebo in der 27. und 28. Minute ging der BVB dann erstmals nach langer Zeit mit zwei Toren in Führung (18:16). Kurz vor dem Halbzeitpfiff verkürzten die Bensheimerinnen auf 18:17. Es war ein enges Spiel, das viel Spannung für die zweite Hälfte versprach.

Hälfte zwei

Vor einer mit 1.400 Zuschauer*innen ausverkauften Halle drehten unsere Borussinnen den Spieß um. Diesmal waren sie es, die permanent in Führung lagen und diese in der 33. Minute durch einen verwandelten Siebenmeter von Déborah Lassource auf 21:18 ausbauten. Es war einer von fünf Siebenmetern in Folge, die die Rückraumspielerin verwandelte, sodass es in der 44. Minute plötzlich 27:21 für Schwarzgelb stand. Unsere Mannschaft dominierte in dieser Phase, und Melinda Szikora zeichnete sich durch mehrere Paraden aus. Doch die Flames gaben sich noch nicht geschlagen und kamen bis zur 51. Minute wieder auf 29:26 heran. Beim Stand von 30:27 nahm Henk Groener noch einmal ein Team-Timeout. Fast mit Wiederbeginn des Spiels fiel das 30:28, und die Nervosität in der Halle stieg merklich an. 

Nina Engel von den Flames beim Sprungwurf.
Der BVB und die Flames lieferten sich ein Spiel auf Augenhöhe.
© BVB/Stummbillig

Doch wie im gesamten Spielverlauf hatten die Zuschauer ein gutes Gespür für die Situation und feuerten ihr Team mit stehenden Ovationen an. Es sollte von Erfolg gekrönt sein. Drei Minuten vor Schluss erzielte Guro Husebo das 34:31, diese Führung ließen sich die Borussinnen nicht mehr nehmen. Melinda Szikora glänzte noch einmal und entschärfte eine „Hundertprozentige“. So endete die erste Playoff-Partie mit 34:32 für unsere Borussinnen. Die Halle kochte. Déborah Lassource war mit acht Treffern die erfolgreichste Werferin, je fünf Mal trafen Guro Husebo und Emma Olsson, gefolgt von Guro Nestaker mit vier Torerfolgen.

Ehrung für Spielerinnen und Offizielle, die den BVB zum Ende der Saison verlassen werden.
Am Ende des Spiels erfolgte bereits die Verabschiedung von Henk und Jannis, sowie von den Spielerinnen, die den BVB zum Ende der Saison verlassen.
© BVB/Stummbillig

Bereits am 2. Mai treffen beide Mannschaften erneut aufeinander. Dann findet das Rückspiel gegen die Flames in der Weststadthalle in Bensheim statt. In der ausverkauften Halle werden sicher 2000 Zuschauer*innen ihr Team unterstützen. Sollte es zu einem dritten Aufeinandertreffen kommen, wird dieses am 9. Mai in der Halle Wellinghofen ausgetragen.

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