Warmlaufen

BVB vor dem Heimspiel gegen Union Zwischen Zweifel und Zuversicht

29.08.2025, 15:08 Uhr von:  Anton
Zwischen Zweifel und Zuversicht

Borussia Dortmund schwankt zwischen Kritik und Hoffnung. Gegen Union soll das Westfalenstadion wieder Euphorie entfachen – und die Neuzugänge gleich ihre Spuren hinterlassen.

Man kann Borussia Dortmund viel vorwerfen, aber sie schaffen es gerade ohne Zweifel, auf nationaler Ebene in aller Munde zu sein. Ganz gleich, ob aufgrund sportlicher Leistungen, Personalfragen oder auch durch Eltern, die in bester C-Jugend-Manier sich über den Umgang mit ihrem Kind beschweren: Es ist viel los in der Bierhauptstadt.

Zweifelsfrei war die Stimmung um den Verein schon einmal euphorischer, und die kurze Sommerpause wird ihr Übriges getan haben, dass die Vorfreude auf die Saison anders ausfällt als in den Jahren, in denen man noch die Wochen sehnsüchtig heruntergezählt hat, bis das runde Leder wieder rollt. Allerdings ging es mir auch ähnlich vor dem Spiel in Essen, und als dort die ersten Trommelschläge zu hören waren und die ersten Lieder angestimmt wurden, war alles schon wieder mehr oder weniger vergessen. Es bleibt zu hoffen, dass Ähnliches auch im heimischen Westfalenstadion passiert.

Zu Gast ist mit Union einer der Vereine, der – bei allen Antipathien, die man berechtigterweise gegen diesen Verein haben kann – noch einer der deutlich attraktiveren Vereine ist, die einen Gästeblock bevölkern können. Im Gegensatz zum BVB haben sie es allerdings geschafft, ihre ersten beiden Pflichtspiele mit zwei Siegen erfolgreich zu gestalten.
Nach Jahren mit Stabilität auf der Trainerbank in Person von Urs Fischer hat Union nun innerhalb von zwei Spielzeiten es geschafft, beim fünften Gesicht an der Seitenlinie anzukommen. Während Steffen Baumgart in Köln und Paderborn für bedingungslosen Offensivfußball stand, scheint er sich allerdings an Union angepasst zu haben und lässt auch ähnlich destruktiv spielen wie seine Vorgänger.

Auf dem Papier wird Borussia Dortmund dennoch die Favoritenrolle zugeschrieben – vielleicht auch deshalb, weil mit Carney Chukwuemeka ein weiterer Neuzugang auf der Habenseite zu verbuchen ist. Seine Gesundheitsbedenken einmal ausgeklammert, kann der Engländer mit seiner Qualität am Ball dieser Mannschaft nur guttun.

Auch der Argentinier Aaron Anselmino wurde – zumindest für die Leihdauer von einem Jahr – verpflichtet und kann die personelle Not in der Abwehr zumindest nominell ein wenig dämpfen.

Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich beide Neuzugänge als Sofortverstärkung entpuppen. Insbesondere die Verletzungshistorie von Carney Chukwuemeka ist allen in Dortmund ein Begriff. In Anbetracht der Alternativlosigkeit wird die vakante Position des rotgesperrten Filippo Mane laut Niko Kovac wohl sogleich durch den angesprochenen Anselmino gefüllt, der also früh völlig auf Tuchfühlung mit der Bundesliga gehen muss. Das sonstige Grundgerüst der letzten beiden Wochen dürfte ansonsten allerdings dasselbe bleiben.

Heimspiele machen immer Mut, und das letzte Spiel gegen die Köpenicker weckt sehr positive Erinnerungen an einen Haufen Tore und einen sehr gelungenen Abend im schönsten Stadion, das dieser Planet zu bieten hat. Hoffen wir darauf, dass sich dieser wiederholen lässt!

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