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Mainzelmännchen +1 = 7 Punkte = BVB
„Sieben Punkte, sieben Titel, siebter
Spieltag und noch mehr...!“ Wolfgang „Wolle“ Petry, der alte
Ruhrgebietsbarde, hat es damals schon so ähnlich beschwingt
geträllert. Und wenn wir schon in Stimmung sind: „7 Fässer Wein
sollten uns nicht gefährlich sein. Das wär doch gelacht, wer steht
gerne auf einem Bein?...“ Danke Roland Kaiser und weiterhin gute
Genesung. Das 7. Spiel des siebenmaligen deutschen Meisters in der
Bundesligasaison 2011/12 (Quersumme 7) steht also ganz im Zeichen (7
Buchstaben) der natürlichen Zahl zwischen sechs und acht. Mit dem 1.
FSV Mainz 05 trifft unsere Borussia auf einen Gegner, der sich auf
ebenso durchschnittlichen Punkteterrain bewegt, nämlich sieben.
Moritz Leitner, unsere Nummer 7, scheint die (ebenso)
verflixte Version erwischt zu haben. Stieß zum BVB zu Saisonbeginn,
kam aber bisher noch nicht in den Genuss eines Bundesligaauftritts.
Sein Mainzer Rückennummer-Kollege hat es da besser: Der Pole Eugen
Polanski ist spätestens seit letzter Saison eine feste Größe in
Trainer Tuchels defensiven Mittelfeld. Weitere erschreckende
Hinweise auf die genannte Zahl findet man bei der Anzahl der in
dieser Saison eingesetzten Spieler. Bei Mainz
waren es bisher 14 (2x7), beim Meister derzeit 18 (!). In
der letzten Saison kam man beim BVB zu gleichem Zeitpunkt lediglich
auf 2x7 eingesetzte Spieler (genau wie in der Meisterspielzeit
2001/02). Vielleicht auch ein Anzeichen dafür, warum es noch nicht
so rund läuft, wie es einige erwartet hatten. Sieben Tore ist
ebenfalls nicht gerade Rekordverdächtig. Alleine schon deshalb
nicht, weil der „Millionensturm“ der Mainzer sogar eins mehr
erzielt hat. Der Höchstwert von 20 Toren aus 94/95 nach sechs
Spielen muss es nicht unbedingt sein, aber man war in der
Bundesliga-Geschichte nur sieben Mal weniger erfolgreich vor des
Gegners Kiste als diese Saison und das gefällt nicht. Dafür könnte
ich die akzeptablen sechs Gegentore hervorheben, aber das ist keine
sechs-Story.
Wenn der BVB in der früheren
Bundesliga-Geschichte ebenso sieben Tore an einem sechsten Spieltag
hatte - unabhängig vom Punktekonto - wurde er am Ende entweder 13.,
9., 4., oder stieg als 17. ab (1972). „BVB, Absteiger!“ Zu früh
frohlockt, Mainzelmännchen! Vor der eigenen Tribüne kehrt sich's
nämlich auch ganz gut. Vergleicht man nämlich stattdessen die 7
Punkte derzeit mit früheren Saisons, hieß es z.B. 2007 nach sieben
Punkten in den ersten sechs Partien am Ende: „Mainz 05,
Mainz 05, nehmt euch montags frei, denn da läuft auf DSF die
Bundesliga zwei!“ Der großen schwatz-gelben Borussia reichte es in
dieser Statistik einmal zu einem 7. und einem 4. Tabellenplatz. „Den
vierten nehme ich“, schmettert mir ein nicht-näher genannter
Redaktionskollege prompt entgegen. Stand jetzt unterschreibe ich das
ebenso bereit wie willig.
Letztes Saison zur gleichen Zeit wäre
dieser Kick - nebenbei bemerkt - das Spitzenspiel gewesen. Erster
(Mainz) gegen den Zweitplatzierten aus Dortmund. Ebenfalls in der vergangenen Meister-Saison überrollte man am siebten Spieltag den FC Bayern in der zweiten
Halbzeit im heimischen Tempel mit 2:0. Aber das hat für die
bevorstehende Partie soviel Bedeutung, wie das 2:2 am 7. Spieltag
gegen Hertha BSC im Jahre 1968, als man den letzten Tabellenplatz
verließ und als neuer 17. die restlichen 27 Spiele anging.
Interessanter sind da schon die Zahlen zu Vereinen, die in der
Bundesliga ein ähnliches Punkte-Schicksal mit dem BVB von heute
teilten. Seit Einführung der 3-Punkte-Regel 1995 wurden die Teams
mit 7 Punkten nach 6 Partien am Ende im Schnitt 10. - mit 41 Punkten. „Nice to know“ und eher inakzeptable Werte für einen
amtierenden Titelträger. Ein guter Ort um alles nachzurechnen was
hier so versiebt wird, befindet sich übrigens am Mainzer Zollhafen.
Das „7° Cafè“ in der Kunsthalle lädt nicht nur Kunstliebhaber
zum verweilen ein.
Bei soviel Zahlenwendungen hätte ich fast das große Jubiläum vergessen:
SIEBENHUNDERTFÜNFZIGSTES (750.) Auswärtsspiel unserer Borussia in der ersten Bundesliga am Samstag in Mainz. Helau!
Nächste Woche dann 750. Heimspiel gegen den FC Augsburg. Damit bleibt man weiterhin auf Platz fünf der ewigen Tabelle. Mainz bestreitet gegen Dortmund das unbedeutende 89. Heimspiel der Erstliga-Geschichte und liegt in der Bundesliga-Historie damit immer noch hinter Energie Cottbus (102) aber vor Wattenscheid 09 (70) auf Platz 31, also unter ferner liefen.
Zum Schluss noch sieben Fakten zum Spiel:
BVB-Spieler mit einer 7 im Geburtsdatum:
Owomoyela, Santana, da Silva,
Großkreutz, Bender, Kagawa
Gehaltene Torschüsse (%):
76,92 (Roman
Weidenfeller)
7 Fouls:
Mario Götze, Robert
Lewandowski
7 Spielminuten:
Sebastian Kehl
Offene Serie mit BVB-Spielen am Stück:
68, Kevin Großkreutz (seit dem 7. Spieltag 2009/10)
Mainz 05-Eigenkapitalanteil beim Bau
der Mainzer Coface-Arena:
7,5 Millionen €
Anzahl der gelben Karten die Schiri
Weiner bei Spielen Mainz gegen Dortmund zückte:
7
Heja BVB!
walter09, 23.09.2011
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